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Wege aus der Schuldenfalle

am 30. September 2009


Eine tragende Säule unseres volkswirtschaftlichen Vermögens bildet der private Konsum. Das wird uns auch durch den Einzelhandel und die Banken recht einfach gemacht: hier eine Null-Prozent-Finanzierung und dort eine Riesen-Rabatt-Aktion. Wer da nicht widerstehen kann, der ist schnell in der Schuldenfalle drin. Dabei ist die Rechnung ganz einfach: niemand darf mehr ausgeben, als er monatlich einnimmt.

Jeder Mensch sollte also mit seinen Finanzen so umgehen, dass er gar nicht erst in die Schuldenfalle gerät. Das kann der verhindern, der in einem monatlichen Haushaltsbuch seine Ausgaben den Einnahmen gegenüber stellt. Dann heißt es eben verzichten oder verschieben, wenn der neue Fernseher nicht in das Haushalts-Budget passt.

Wer bereits in die Schuldenfalle hinein getappt ist, hat genau zwei Möglichkeiten, da wieder heraus zu finden, entweder werden die Einnahmen verbessert, oder die Ausgaben gehen zurück. Leider lässt sich das Einkommen für viele Menschen nicht so ohne weiteres steigern, gut bezahlte Jobs sind momentan eine Mangelware. Auch bei Gehaltsverhandlungen sitzt derzeit meist der Chef am längeren Hebel. Also müssen die Ausgaben herunter geschraubt werden. Hier hilft dann oft nur der Rat einer professionellen Schuldnerberatungsstelle. Diese sind in der Lage, die Ausgaben genau unter die Lupe zu nehmen. Einsparmöglichkeiten bestehen oft bei langfristigen Verbindlichkeiten. Dabei können teure, in Hochzins-Phasen abgeschlossene Kreditverträge durch preiswertere Alternativen abgelöst werden. Bei genaueren Hinsehen erweist sich auch manche Versicherung als überteuert oder sogar überflüssig. Wenn das alles noch nicht ausreicht, dann bleibt nur der schwerste Weg: den persönlichen Lebensstil an die realen finanziellen Verhältnisse anpassen. Dabei sollte sich aber jeder Schuldner im Klaren sein: dass Banken oder Handy- Provider reihenweise auf Zahlungen verzichten, das passiert nur im Fernsehen.

Da, wo das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und die Schulden über den Kopf gewachsen sind, hilft dann nur noch eine Privat-Insolvenz, um wenigstens in absehbarer Zeit wieder Land zu sehen. Diesem Verfahren müssen dann alle Schuldner zustimmen, wohl wissend, dass sie auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Deshalb ist diese Methode kein Freibrief, ohne zu überlegen, Schulden zu machen. Auch hier ist die Schuldnerberatungsstelle unerlässlich.


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