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Teure Operationen finanzieren – nicht immer clever…

am 28. September 2009


Immer seltener werden Operationen, die für einen Patienten aus verschiedenen Gründen besonders wichtig sein können, mangels zwingender medizinischer Notwendigkeit von den Krankenkassen bezahlt, vgl. zum Beispiel das Lasik Augenlasern oder Schönheits-OPs wie Bruststraffungen. Für die Betroffenen bedeutet dies oft eine große psychische und finanzielle Belastung. Wenn keine ausreichenden Ersparnisse für die Finanzierung der Operation vorhanden sind, bleibt nur noch der Weg über die Fremdfinanzierung.

Immer mehr Privatkliniken bieten daher die Möglichkeit, teure Operationen in Raten zu finanzieren. Dabei kooperieren die Kliniken meist mit Banken, die entsprechende Ratenkredite für die Operationsfinanzierung bereitstellen. Viele Anbieter machen somit die “Wunschfigur auch ohne jahrelanges Sparen” möglich.

Kritiker sprechen allerdings auch immer wieder von “Doppel D auf Pump”. Und in der Tat ist diese Kritik nicht ganz von der Hand zu weisen. Außerdem muss im Zusammenhang mit der Finanzierung von Operationen auf Kredit auch immer bedacht werden, dass neben den eigentlich kalkulierten Operationskosten auch hohe Nebenkosten entstehen können, die meistens erst im Laufe der Zeit anfallen.

Für teure Nachbehandlungen oder eventuelle Korrekturoperationen können in vielen Fällen sogar Kosten entstehen, die die eigentlichen Operationskosten dann noch übersteigen. Für die Patienten, die bereits bei der Finanzierung des Ersteingriffs auf Fremdkapital zurückgreifen mussten, bedeutet dies in der Regel eine ganz erhebliche finanzielle Belastung.

Die Finanzierung von Operationen auf Kredit sollte daher immer kritisch betrachtet werden. Grundsätzlich wäre die Finanzierung von Operationen nur dann gerechtfertigt, wenn diese medizinisch notwendig wären. Und in diesem Fall springen dann ja meistens doch noch die Krankenkassen ein.


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