Ratenzahlung / Ratenkredit als klassische Form des Verbrauerkredits
Autohäuser werben damit, ebenso Häuser, in denen Möbel oder aber Elektronikprodukte verkauft werden: Durch möglichst attraktive Finanzierungsangebote sollen Kunden animiert werden, in ein neues Auto, die Sitzgarnitur oder aber den Flachbildfernseher zu investieren. Anstelle des einmaligen für viele Kunden zu hohen Kaufpreises werden Ratenzahlungen angeboten. Das belastet die Geldbörse kurzfristig betrachtet weniger, so dass sich vom Kauf überzeugen lassen. Bei den vereinbarten Ratenzahlungen handelt es sich de facto um einen Ratenkredit, eine ganz und gar klassische Form des Verbraucherkredits.
Bei einem Ratenkredit wird der Kaufpreis zuzüglich zu leistender Zinsen und ggf. einer einmaligen Bearbeitungsgebühr über einen längeren Zeitraum gestreckt. Hierbei zahlt der Kunde den Kaufpreis dann in regelmäßigen monatlichen Raten, die klassischerweise über mindestens sechs Monate, höchsten (in der Regel) 84 Monate – mithin sieben Jahre – laufen, abbezahlt. Für den Kunden wirkt dieser Ratenkredit häufig nicht als Kredit im eigentlichen Sinne, da die Ratenzahlung beim Einkauf mit dem Händler selbst abgeschlossen wird. Dieser arbeitet hierzu in der Regel mit einer Bank im Hintergrund zusammen, für die er selbst dann nur den Kreditmittler darstellt. Autohersteller betreiben sogar ihre eigenen Banken, über die dann die Ratenzahlungen der Kunden für eine neues Auto mit dem jeweiligen Händler abgewickelt werden.
Die monatlich zu zahlenden Raten sind in der Regel immer gleich hoch. Abweichungen gibt es allenfalls bei der ersten oder aber bei der letzen zu zahlenden Rate (Schlussrate). Eine Besonderheit sind Ballon-Kredite, bei denen zum Ende der Laufzeit die größte Rate anfällt – das ist zum Beispiel bei vielen Angeboten für Ratenkredite von Autohäusern der Fall.
Um einen Ratenkredit in Anspruch nehmen zu können, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Zum einen muss der Kreditnehmer geschäftsfähig sein, über ein regelmäßiges Einkommen verfügen und sollte auch eine Bonitätsüberprüfung überstehen. Häufig sind Ratenkredite auch an eine Restschuldversicherung gekoppelt. Anbieter erklären es damit, dass der Kreditnehmer damit voll flexibel bleibt, auch wenn sich Änderungen in seinem Leben ergeben (Krankheit, Arbeitslosigkeit). Tatsächlich sichern sich die Anbieter hierdurch das Risiko eines Kreditausfalls ab. Auch die Gebühren für diese Versicherung sind zu berücksichtigen, da sie die monatlich zu zahlende Rate erhöhen. Daher sollte man abwägen, ob ein Ratenkredit wirklich die günstigste Finanzierungsvariante für ein Konsumgut darstellt. Die – aus Käufersicht – einfachste Variante ist der Ratenkredit jedoch allemal.

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