Anschlussfinanzierung – wie geht’s am günstigsten weiter?
Die Anschlussfinanzierung ist bei allen Annuitätendarlehen notwendig, die am Ende der Zinsbindungszeit noch nicht vollständig getilgt sind. Da die Zinsbindungszeit meist nur zwischen 5-15 Jahre vereinbart wird, sind die Darlehen in den meisten Fällen noch nicht zurückgezahlt. Viele Kreditnehmer sind daher bereits einige Zeit vor dem Ablauf der Zinsbindung auf der Suche nach einem günstigen Darlehen. Schließlich soll die monatliche Darlehensbelastung nicht höher werden, idealerweise können die Zinssätze sogar niedriger vereinbart werden.
Viele Darlehensnehmer warten noch immer, bis ihre Bank selbst die Initiative ergreift und das Prolongationsangebot versendet. Die Versendung dieses Angebots erfolgt etwa 4-5 Woche vor dem Prolongationstermin. Die Bank teilt hierin die neuen Zinssätze mit, sofern der Kreditnehmer diese akzeptiert, muss er nur noch unterschreiben.
Es zeigt sich jedoch, dass es sich auch bei einer Anschlussfinanzierung lohnt, die Konditionen der Banken zu vergleichen. Kostenlose und unverbindliche Zinsvergleichsseiten im Internet bieten einen ersten Überblick über die Zinssätze der Banken. Sofern die Konditionen zusagen, kann man seine Unterlagen an die jeweilige Bank versenden und ein detailliertes Angebot anfordern. Vor allem Direktbanken oder Finanzvermittler können hier oftmals Zinssätze bieten, die bis zu einem Prozent unter den Konditionen der Hausbank liegen. Durch die meist hohen Darlehensbeträge der Immobilienfinanzierung bzw. Eigenheimfinanzierung sind hier nicht selten Einsparungen von einigen Tausend Euro möglich. In diesem Fall lohnt sich die Finanzierung also auch trotz Bearbeitungsgebühren sowie der Grundschuldübertragung. Es kann sich weiterhin lohnen, mit den günstigeren Angeboten zur eigenen Hausbank zu gehen und über die Zinssätze zu verhandeln. Viele Banken wollen ihre Kunden nämlich halten und gehen auf die Verhandlungen ein.
Kreditnehmer, deren Anschlussfinanzierung erst in einigen Monaten ansteht, können sich ebenfalls bereits jetzt über die neuen Zinssätze informieren. Durch das jetzt niedrige Zinsniveau lohnt es sich zudem, ein so genanntes Forwarddarlehen zu vereinbaren. Dieses Darlehen wird bereits jetzt abgeschlossen, die Auszahlung erfolgt jedoch erst dann, wenn die Zinsbindung für das vorhandene Darlehen abgelaufen ist. Für die Zeit bis zur Auszahlung berechnet die Bank einen kleinen Zinsaufschlag, der zwischen 0,01-0,03% pro Monat beträgt.

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